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Das Zentrum AGROLINE Bioprotect feiert seinen 1. Geburtstag

Das im April 2021 eröffnete Zentrum AGROLINE Bioprotect für nachhaltigen Pflanzenschutz in Aesch bei Basel hat im Bereich innovativer Technologien verschiedene Projekte umgesetzt und so seine Marktposition gestärkt.

Seit seiner Eröffnung im April 2021 hat sich das Zentrum AGROLINE Bioprotect bereits erheblich weiterentwickelt, sei es durch die erhöhte Produktionskapazität von Schlupfwespen, durch Produkte zur Förderung der Biodiversität oder mit der Einführung von mehr als 25 weiteren Artikeln für den nachhaltigen Pflanzenbau.

«Die Nachfrage nach alternativen Pflanzenschutzmethoden steigt jährlich um rund 15 Prozent», hatte Leiterin Regina Burger am 22. April 2021 anlässlich der Eröffnung des Zentrums AGROLINE Bioprotect in Aesch bei Basel erklärt. Das geschäftige Treiben in den Zuchträumen und Labors gibt ihr recht.

Wenn die Zeit für die Zucht der Trichogramma-Schlupfwespen reif ist, geht es im Zentrum AGROLINE Bioprotect nämlich zu wie in einem Bienenstock. In den warmen, feuchten Zellen lassen die Mitarbeitenden die Eier der Wirtsorganismendurch die Schlupfwespenparasitieren. Anschliessend werden die Schlupfwespeneier maschinell in Kugeln oder auf Karton-Diffusoren geklebt. Nach der Ausbringung durch Drohen oder von Hand werden sie äusserst wirksam den Maiszünsler-Schädling bekämpfen.

« Wir wollen die Risiken für die Anwenderinnen und Anwender senken und die Auswirkungen auf die Umwelt verringern. »
Regina Burger, Leiterin von AGROLINE Bioprotect

Die Produktionskapazitäten von Schlupfwespen war dank dem neuen Standort bereits verdreifacht worden. Unterdessen sind sie weiter gestiegen. Und so verschickt AGROLINE Bioprotect jährlich mehrere Millionen Optikugeln, mit denen die Schlupfwespeneier in den Feldern ausgebracht werden. «Wir haben unseren Trichogrammen-Markt in Deutschland ausgeweitet und führen auch Versuche mit Trichogrammen im Tessin durch», erklärt Regina Burger das zusätzliche Wachstum.

Das Portfolio von AGROLINE Bioprotect wurde zudem um über 25 neue Produkte erweitert. Dazu zählen Nützlinge für den Einsatz in Gewächshäusern sowie Biostimulatoren für Pflanzen, aber auch Insektenhotels zur Förderung der Biodiversität. «Ausserdem entwickeln wir Eigenmarken, insbesondere auch solche mit natürlichen Pflanzenextrakten», fügt Regina Burger hinzu.

Ausbau der Digitalisierung
Die in Zusammenarbeit mit den LANDI Genossenschaften lancierte Technologieplattform «Innovagri» trägt Früchte. So testet AGROLINE Bioprotect innovative Methoden des nachhaltigen Pflanzenschutzes wie crop.zone, ecoRobotix und xPower und setzt sie in Schweizer Landwirtschaftsbetrieben ein. Die Rückmeldungen der Landwirtinnen und Landwirte sind durchwegs positiv. Sie haben die Möglichkeit, ein Gerät für eine gezielte Behandlung zu mieten, z. B. für die elektrische Unkrautbekämpfung mittels crop.zone-Technologie. Sie können auch einen kameragesteuerten Präzisionssprüher zur Einzelpflanzenbehandlung ausleihen, um Unkraut im Futterbau sowie in Zuckerrüben, Raps und Bohnen zu bekämpfen.

Die Mitarbeitenden von AGROLINE Bioprotect haben auch das digitale Schädlingsmonitoring weiterentwickelt: «Unsere digitalen Fallen erkennen Schädlinge automatisch. In unseren innovativen Projekten  stellen wir Versuche mit mit Kameras bestückten Drohnen und Landwirtschaftsrobotern an, welche Unkräuter und den Zustand von Pflanzen und Böden erfassen», erklärt Regina Burger.

Effizienz und Nachhaltigkeit
AGROLINE Bioprotect arbeitet an Produkten und Lösungen für den wirksamen, effizienten und nachhaltigen Pflanzenschutz. Im Fokus stehen dabei Strategien, die den Boden schonen und gleichzeitig den Landwirtinnen und Landwirten die Arbeit erleichtern. «Alle Neuerungen haben den gleichen Zweck: Wir wollen die Risiken für die Anwenderinnen und Anwender senken und die Auswirkungen auf die Umwelt verringern. Königsdisziplin ist dabei hinsichtlich der Schweizerischen Selbstversorgung den ökologisch sinnvollen Weg zu findeninblick auf diHH und bei aller Vision gleichzeitig ökologisch akzeptable  Erträge  und eine vom Konsumenten akzeptierte Lebensmittel- Qualität zu  erhalten. Die Herausforderungen an AGROLINE Bioprotect als Zentrum für nachhaltigen Pflanzenschutz der fenaco sind gross und die Kombination von Produkten und Methoden müssen im Pflanzenschutz immer auf praktische Machbarkeit und Sinnhaftigkeit geprüft werden», meint Regina Burger abschliessend.

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