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Story

Stop Foodwaste: Damit unsere Lebensmittel auch wirklich auf den Tisch kommen

Zu klein gewachsen, zu krumm, zu gross, zu überreif oder im Überschuss vorhanden – es gibt viele Gründe, weshalb es Rohstoffe manchmal nicht auf den Teller schaffen. In den meisten Fällen können wir das aber gemeinsam vermeiden.

Zu klein gewachsen, zu krumm, zu gross, zu überreif oder im Überschuss vorhanden – es gibt viele Gründe, weshalb es Rohstoffe manchmal nicht auf den Teller schaffen. In den meisten Fällen können wir das aber gemeinsam vermeiden. Zum Beispiel, indem überschüssige Rohstoffe zu einem «Stop Foodwaste»-Produkt verarbeitet werden.

«de la terre à la table»: Diesem Leitsatz haben wir uns als fenaco-LANDI Gruppe verschrieben. Und diesen wollen wir so einhalten. Das heisst auch, dass wir so weit wie möglich sicherstellen wollen, dass die Lebensmittel, die für den menschlichen Konsum produziert wurden, auf dem Weg vom Feld auf den Tisch nicht verloren gehen oder weggeworfen werden. Trotz aller guter Vorsätze, die man sich in der gesamten Landwirtschaft nimmt: Schweizweit werden jedes Jahr rund 225 000 Tonnen Lebensmittelverluste verzeichnet – entweder durch Ernterückstände oder durch Ernteausschüsse. Dies hat das Bundesamt für Umwelt in einer Studie von 2019 festgestellt. Bloss 1 Prozent dieser Verluste werden in der Abfallwirtschaft zur Wärme- und Elektrizitätsgewinnung verwendet. Ein Teil gelangt als Dünger auf die Felder (173 000 Tonnen) oder wird an Tiere verfüttert (49 500 Tonnen). Foodwaste, der sich vermeiden liesse: Alleine mit kleinen technischen oder organisatorischen Massnahmen könnte man den 90 Prozent dieser Lebensmittel «retten».

Verarbeitung zu haltbaren Fertigprodukten
Bei den fenaco Handelsfirmen fallen die unterschiedlichsten Rohstoffe an: Von Aprikosen über Bohnen bis hin zu Sellerie und Zucchetti bieten wir fast das ganze Früchte- und Gemüsealphabet als Frischware an. Produkte, die qualitativ einwandfrei sind, die allerdings den optischen Qualitätsnormen für den Verkauf im Handel nicht entsprechen, oder Rohstoffe aus Überbestand können beispielsweise getrocknet oder geröstet und als Tee, Sirup, Sosse usw. aufgewertet werden. Dies hat auch das Bieler Familienunternehmen Narimpex erkannt und bietet seit dem Herbst 2020 unter der Marke nectaflor «Stop Food Waste – hilf auch Du!» haltbar gemachte saisonale Fertigprodukte an, die zu 100 Prozent aus Schweizer Foodwaste-Obst und -Gemüse bestehen.

Narimpex rettet also gemeinsam mit unterschiedlichen landwirtschaftlichen Organisationen Lebensmittel vor dem sinnlosen Verderb. Zudem sensibilisieren die OGG Bern (Oekonomische Gemeinnützige Gesellschaft) und foodwaste.ch mit dem Erntenetzwerk Konsumentinnen und Konsumenten direkt auf dem Feld. Das saisonale Sortiment umfasst momentan getrocknete Birnen und Apfelringe, grüne getrocknete Bohnen und Erdbeersirup, deren Rohstoffe aus Überschüssen der frigemo und der fenaco Landesprodukte stammen. Erhältlich sind diese ersten Produkte seit Oktober 2020 unter anderem bei Volg. Im Moment sind es erst vier Produkte, die das Sortiment «Stop Food Waste» umfasst. Bei fenaco ist man daran interessiert, dieses Engagement auszubauen und weitere Produktideen umzusetzen, um der Verschwendung von Lebensmitteln weiter entgegenzuwirken. Möglichkeiten wären beispielsweise Sugo, Tomatensaucen, Bouillon, Suppen, Gemüsechips etc.

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