Seit Mai 2025 leitet Yvonne Tapparel die LANDI Treuhand in der Westschweiz. Neugier prägt ihre Laufbahn innerhalb der fenaco-LANDI Gruppe. Dadurch hat Yvonne jede Gelegenheit zum Lernen für ihre persönliche Weiterentwicklung genutzt.
Yvonne Tapparel stiess 2011 als Buchhaltungssachbearbeiterin zur fenaco und baute ihre Kompetenzen schrittweise aus. 2018 wurde sie stellvertretende Leiterin des Treuhandbereichs in Puidoux und wechselte 2023 zum Controlling in Bern. Diese Funktionen haben ihr Verständnis des Konzerns erweitert, ihr Netzwerk gestärkt und ihr eine breitere Sicht der Herausforderungen verschafft.
Auch wenn sich ihre Aufgaben weiterentwickelt haben, betont Yvonne, dass ihre wichtigste Triebfeder nie der Aufstieg war: «Mich hat vielmehr die Neugier geleitet als der Wunsch, die Karriereleiter hochzusteigen.» Die Gelegenheiten hätten sich einfach ergeben, und sie habe sie ergriffen. Ihre Ausbildungen innerhalb der fenaco spielten dabei eine entscheidende Rolle: Sie halfen ihr, insbesondere bei der Bewältigung von Konflikten und Stress. Und sie stärkten ihr Selbstvertrauen. So fielen ihr auch Entscheidungsfindungen und die Wahrung einer gewissen Distanz immer leichter.
Raus aus der Komfortzone
Diverse Meilensteine prägten Yvonne Tapparels Weg. Etwa als sie gebeten wurde, den internen Kurs «Selbstcoach» für die Westschweiz anzupassen und die Schulung zu erteilen. Eine echte Herausforderung: Inhalte strukturieren, vor Publikum sprechen, Kolleginnen und Kollegen begleiten. «Ich musste meine Komfortzone verlassen», erzählt sie. Diese Erfahrung festigte jedoch ihre Kompetenzen in den Bereichen Pädagogik und Führung.
Ein weiterer Meilenstein war die Einführung einer einheitlichen Finanzlösung in der fenaco-LANDI Gruppe Ende 2019. Als einzige Vertreterin aus der Westschweiz repräsentierte sie in der Projektgruppe die Interessen der LANDI vor dem oberen Kader. Diese verantwortungsvolle Aufgabe erlaubte es ihr, ihr Netzwerk zu erweitern und ihre Kenntnisse über den Konzern zu vertiefen. Und auch bei dieser Aufgabe lernte sie für sich persönlich, ihre Positionen noch selbstbewusster zu vertreten.
Ein spezieller Wendepunkt in ihrer Laufbahn war die Initiative «en avant», die auf eine vermehrte Präsenz von Frauen auf allen Führungsebenen abzielt. Beim ersten Workshop wurde ihr bewusst, welche Perspektiven sich den Frauen im Konzern eröffnen. «Ich habe realisiert, dass Frauen als Führungskräfte tatsächlich ihren Platz haben können. Ein befreiendes Gefühl – dass ich eine Berechtigung habe.
Geprägt haben sie auch die Netzwerkanlässe zum Thema «Mut zur Veränderung». Der wertvolle Austausch und die Botschaften der Teilnehmerinnen nährten ihre Entschlossenheit, weiter voranzugehen. Heute ermutigt sie auch ihre Kolleginnen, an diesen Treffen teilzunehmen, die Energie und Inspiration geben.
Mit Mut voran
Dass sie eine Frau ist, hat Yvonne nie als Hindernis empfunden, obwohl sie manchmal als einzige Frau in einer Arbeitsgruppe mitwirkte. Sie rät allen, die bei der Bewerbung auf eine Führungsposition zögern, sich aus persönlicher Überzeugung zu engagieren: «Es ist wichtig, eine Stelle nur anzunehmen, weil sie den eigenen Vorstellungen entspricht, und nicht, weil sie einem einfach angeboten wird.»
In ihrer neuen Funktion als Leiterin von LANDI Treuhand Westschweiz setzt sie ihren Lernprozess fort, sucht aber noch die Balance. «Ich spüre die Unterstützung meiner Kolleginnen und Kollegen in jeder Hinsicht und kann daher diesen neuen Schritt gelassen angehen», so Yvonne. Sie achte jedoch darauf, Zeit für ihre Passionen zu haben, insbesondere für Sport und die Aufnahme ausgesetzter Kaninchen.
Yvonnes Werdegang zeigt klar, dass Vielseitigkeit, Offenheit und der Wille, sich weiterzuentwickeln, es erlauben, das Feld der Möglichkeiten zu erweitern: «Wenn man offen für Veränderungen bleibt, öffnen sich viele Türen.»