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Story

Im Volg geht die Post ab

Der Volg in Leuggern (AG) erhält einen neuen Look und eine Postfiliale. Es ist dies die 400. ihrer Art. Zeit, um anlässlich dieses Meilensteins einen Blick auf die langjährige Zusammenarbeit zu werfen.

Der Volg in Leuggern (AG) erhält einen neuen Look und eine Postfiliale. Es ist dies die 400. ihrer Art. Zeit, um anlässlich dieses Meilensteins einen Blick auf die langjährige Zusammenarbeit zu werfen.

Der Volg im aargauischen Leuggern hat gleich mehrere Gründe zum Feiern: Mitte Februar konnte er nach vierwöchiger Umbauzeit wiedereröffnet werden. Seither strahlt die 140 Quadratmeter grosse Verkaufsfläche im neuem Glanz: Die neue Beleuchtung und die Kühlgeräte sind energieeffizient. Hinzu kommt ein modernisiertes Interieur mit neuen Böden.

Dorfbewohnende wünschen sich lange Öffnungszeiten

Nebst dem neuen Innenausbau präsentiert der Volg Leuggern ein weiteres «Highlight». Neu verfügt er über eine integrierte Poststelle. Es ist bereits die 400., die je als Partner in einem Volg eröffnet wurde. Bisher betrieb die Gemeinde Leuggern eine klassische Poststelle, nur wenige Schritte entfernt. Doch die Kundschaft betrat die Post immer seltener, so dass die Schaltergeschäfte bereits seit mehreren Jahren deutlich rückläufig waren. Kundinnen und Kunden bemängelten insbesondere die kurzen Öffnungszeiten: Ein Post-Besuch war nach der Arbeit für viele zeitlich kaum möglich. Entsprechend erledigten sie die Geschäfte vermehrt ausserhalb des Dorfs. Eine Herausforderung für die Post, vor allem auf dem Land. Damit die flächendeckende Grundversorgung mit postalischen und finanziellen Dienstleistungen sichergestellt sind, arbeitet die Post mit lokalen Partnern. «In ländlichen Gegenden ist der Beitrag an den Service public durch die Filialen mit Partner extrem wichtig», erklärt Thomas Baur, stellvertretender Konzernleiter und Leiter PostNetz.

Heuer können die Kundinnen und Kunden im Volg Leuggern an sechs von sieben Wochentagen bis 20 Uhr bequem die gängigsten Postgeschäfte tätigen und gleichzeitig den Einkauf erledigen. Zu den Post-Dienstleistungen im Volg zählen die Aufgabe und das Abholen von Briefen und Paketen, das Erledigen von Einzahlungen mit allen gängigen Debitkarten bargeldlos und der Bezug mit der Postfinance Card von maximal CHF 500. «Wider Erwarten ist das Angebot nicht kleiner als in einer klassischen Poststelle. Es gibt kaum Produkte oder Dienstleistungen, die bei unseren Partnern nicht angeboten werden», so Thomas Baur. Einschränkungen gebe es teilweise durch die Finma bei Geldgeschäften oder aus Datenschutzgründen: «Einen Betreibungsregisterauszug wollen wir natürlich nicht im Dorfladen aushändigen.»

Die Post bleibt im Dorf

Vor 17 Jahren hat die Zusammenarbeit zwischen der Volg-Gruppe und der Post im bernischen Oberbalm begonnen. Mittlerweile steht fast jede dritte Partnerfiliale der Post in einem Volg: Knapp 1300 davon betreibt die Post nebst ihren 800 klassischen Filialen. «Die Post und Volg sind ein gutes Team, wir ergänzen uns optimal», sagt Philipp Zgraggen, Vorsitzender der Geschäftsleitung der Volg-Gruppe. Die Kooperation der Dorfläden mit der Post sei nach fast zwei Jahrzehnten kaum mehr aus den Dörfern wegzudenken: «Es freut uns, dass wir Hand bieten können, wenn die Post in einem Dorf eine Nachfolgelösung für eine Filiale sucht. Dass wir bereits die 400. Postfiliale in einem Volg eröffnen durften, ist ein besonderer Meilenstein», so Zgraggen weiter. Abgesehen davon, dass dank der Zusammenarbeit die Post im Dorf bleibt, werde die lokale Infrastruktur gestärkt und Arbeitsplätze gesichert.

Eines  ist sich auch Thomas Baur sicher: «Würden wir die Gemeindebewohnerinnen und -bewohner jeweils fragen, ob sie lieber den Volg oder die Post behalten, würden wir den Kürzeren ziehen», schmunzelt der Leiter PostNetz. «Deshalb bin ich froh, haben wir so verlässliche Partner wie den Volg.» Das Angebot habe sich in den letzten Jahren in der Bevölkerung etabliert.

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