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Medienmitteilung

fenaco lanciert Programm um Methanausstoss von Milchkühen deutlich zu reduzieren

Die fenaco macht vorwärts beim Klimaschutz und lanciert ein klimaschonendes Futtermittel.

Fütterung Milchkuh

Die fenaco macht vorwärts beim Klimaschutz und lanciert ein klimaschonendes Futtermittel unter dem Programm UFA Swiss Climate Feed. Das Futter enthält eine Mischung aus natürlichen Pflanzenextrakten. Dadurch stossen die Milchkühe weniger Methan aus. Das gesamte Reduktionspotenzial für die Milchkühe in der Schweiz beträgt mehrere 100 000 Tonnen CO2-Äquivalente. Die Landwirtinnen und Landwirte erhalten das Futtermittel ohne Zusatzkosten. Die Finanzierung soll über den CO2-Zertifikatehandel erfolgen. 

Die Landwirtschaft verursacht in der Schweiz rund 13 Prozent der Treibhausgasemissionen, weltweit sogar mehr. In der Nutztierhaltung stossen die rund 550 000 Kühe in der Schweiz beim Verdauen insgesamt rund 75 000 Tonnen Methan aus, das entspricht 1,9 Millionen Tonnen CO2 Äquivalenten. Der Effekt des Treibhausgases Methan ist rund 25 Mal so gross ist wie der von CO2.

Gemäss ihrer langfristigen Klimastrategie will die Schweiz ihre Treibhausgasemissionen bis 2030 halbieren und bis 2050 nicht mehr Treibhausgase ausstossen, als natürliche und technische Speicher aufnehmen können. Der Klimaschutz ist deshalb auch integraler Bestandteil der Nachhaltigkeitsziele der fenaco Genossenschaft. Mit dem ersten Futtermittel im Rahmen des Programms UFA Swiss Climate Feed (USCF) leistet die fenaco Tochter UFA einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz.

Auf natürliche Weise weniger Methanausstoss
Die fenaco Tochter UFA führte im Mai 2021 das Mineralfuttermittel UFA 295 Biotin USCF (UFA Swiss Climate Feed) für Milchkühe ein. Es enthält das natürliche Präparat Agolin® Ruminant der innovativen Schweizer Firma Agolin SA. Gemäss wissenschaftlichen Versuchen und Feldtests verbessert die Mischung aus hochwertigen Pflanzenextrakten die Verdauung der Milchkühe und reduziert damit die Methanemissionen. Dies bestätigt auch der Swiss Clean Tech Report 2020 der Schweizerischen Eidgenossenschaft. Das gesamte Reduktionspotenzial für die Milchkühe in der Schweiz beträgt mehrere 100 000 Tonnen CO2-Äquivalente.

« Mit dieser Innovation wird die Milchproduktion umweltfreundlicher und klimaschonender. »
Portrait de Paul Steiner, Président de la Direction d’UFA
Paul Steiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei UFA

Mit dem klimaschonenden Futtermittel leisten die Schweizer Landwirtinnen und Landwirte einen aktiven Beitrag zum Klimaschutz. Paul Steiner, Vorsitzender der Geschäftsleitung bei UFA, ist überzeugt von den Chancen für die Milchbranche: «Mit dieser Innovation wird die Milchproduktion umweltfreundlicher und klimaschonender. Das entspricht einem klaren Bedürfnis der Schweizer Konsumentinnen und Konsumenten.» Das Futtermittel hat weitere Vorteile: Die Kühe produzieren mehr Milch und benötigen gleichzeitig weniger Futter. Feldversuche bestätigen zudem die hohe Akzeptanz des neuen Futters bei den Kühen.

Kostenneutral dank CO2-Zertifikat
Die Landwirtinnen und Landwirte erhalten das klimaschonende Futtermittel von UFA seit der Markteinführung ohne Zusatzkosten. Als Gegenleistung treten sie die Emissionsreduktionsrechte ab, die durch das Verfüttern des klimaschonenden Futtermittels erzielt werden. Aktuell läuft die Validierung des UFA Swiss Climate Feed Programms durch einen unabhängigen Auditor; die Resultate werden für den Herbst 2021 erwartet. Bei erfolgreicher Validierung können die Emissionsreduktionen zu handelbaren CO2-Zertifikaten umgewandelt werden. Mit den Erlösen aus dem Handel der Zertifikate sollen die Mehrkosten für das methanhemmende Futtermittel sowie den Aufwand für den Zertifizierungsprozess gedeckt werden. «Das ist eine Win-Win-Situation», sagt Anita Schwegler, Leiterin Nachhaltigkeit und Umwelt bei der fenaco. «Deshalb gehen wir in eine finanzielle Vorleistung und ermöglichen damit ab sofort einen Beitrag zum Klimaschutz.»

« Wir gehen in eine finanzielle Vorleistung und ermöglichen damit ab sofort einen Beitrag zum Klimaschutz. »
Anita Schwegler, Leiterin Nachhaltigkeit und Umwelt bei der fenaco

Bei guter Marktakzeptanz des neuen Futtermittels und erfolgreicher Validierung plant UFA ab 2022 die Anreicherung von weiteren Futtermitteln mit dem klimaschonenden Präparat von Agolin unter dem USCF-Programm.

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