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Bildung im beruflichen Alltag

02.02.2011

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LÖSUNGSORIENTIERT, EFFIZIENT UND PRAXISNAH
Einen landwirtschaftlichen Betrieb zu führen ist anspruchsvoll. Es braucht ein breites Fachwissen und, um allen Herausforderungen gerecht zu werden, immer öfter auch vertieftes Spezialwissen. Wer Rat sucht, der findet ihn, unter anderem auch bei der fenaco-LANDI Gruppe.

Die fenaco-LANDI Gruppe setzt sich zusammen aus dem Genossenschaftsverband fenaco, seinen Tochtergesellschaften wie UFA-Samen, UFA AG, Landor und den regionalen Mitglied-LANDI. Der Zweckartikel in ihren Statuten hält fest, dass sie die wirtschaftlichen Verhältnisse der Bauern fördern sollen. Nun lernt jeder Landwirt schon ganz zu Anfang seiner Ausbildung, was es braucht, um wirtschaftlich zu agieren und erfolgreich zu sein, nämlich Boden, Kapital, Arbeit und Know-how.

Produktionsfaktoren
Mit Boden ist das bäuerliche Gewerbe gemeint, das vom Vater an den Sohn übergeben wird. Kapital findet sich bei den Banken und Agrarkreditkassen. Diese beiden erst genannten Faktoren sind meistens familiär oder von der Betriebsgrösse her gegeben. Bezüglich der Produktionsfaktoren Arbeit und Know-how hat der Landwirt Gestaltungsmöglichkeiten. Er entscheidet über Arbeit, Produktion, Betriebszweige, Einsatz der Technik und informiert sich (Know-how). Dabei ist es gut zu wissen, dass man als Landwirt nicht alles selber wissen muss. Hier steht den Bauern die fenaco-LANDI Gruppe mit Rat und Tat zur Seite, immer in Zusammenarbeit mit den kantonalen landwirtschaftlichen Beratungsstellen und Bauernverbänden.

Fachpresse
Über die neuesten Entwicklungen in der Landwirtschaft informieren sich rund zwei Drittel der Landwirte via Fachzeitschriften. Die zur fenaco gehörende UFA-Revue ist die von den Schweizer Bauern am meisten gelesene Agrarfachzeitschrift. 91% der Deutsch- und 87% der Westschweizer Bauern lesen dieses Heft, erklärt Verlagsleiter Hanspeter Kurzen. Die UFA-Revue gibt praktische Hilfestellungen für den Betrieb, angefangen bei Betriebswirtschaft, Rechtsfragen, über produktionstechnische Aspekte wie Anbauplanung, Pflanzenschutz, Tierhaltung, Fütterung bis hin zu Tipps für den bäuerlichen Haushalt.
Laufend publizieren anerkannte Fachleute aus Beratung und Forschung neuste Ergebnisse in spannenden Artikeln oder erarbeiten fundierte Merkblätter. Die UFA-Revue ist für alle Bauern gratis und jeder Artikel kann auf ihrer Homepage www.ufarevue.ch kostenlos heruntergeladen werden.

Internet
Hoch im Kurs, um zu Informationen zu kommen, ist auch das Internet. Das Internet dient nicht nur der Information, sondern ist auch die Drehscheibe für eine effiziente Datenübermittlung. Bestellvorgänge sind heute via www.landi.ch und den Websites der regionalen Mitglied-LANDI speditiv möglich und via Agro-Twin-Fakturatransfer ist auch das Verbuchen um einiges leichter.

Beratungsdienste
Die Beratung durch die fenaco und ihre Tochtergesellschaften ist verbindlich, professionell und resultatorientiert. «Wir bieten eine ganzheitliche Beratung an», erklärt der Pflanzenbau- Bereichsleiter der fenaco in der Region Mittelland, Daniel Strahm, die Philosophie der fenaco. Darunter versteht er, dass Fruchtfolge, Standort, Sorte, Düngung, Pflanzenschutz und Anbautechnik einbezogen werden, anstatt nur «an einer Schraube zu drehen». Das oberste Ziel sei es, dem Pflanzenbauer zu einer wirtschaftlichen Lösung zu verhelfen.
Auch Hanspeter Hug von UFA-Samen unterstreicht dieses Engagement. «Wir sind nicht nur umsatzorientiert, sondern wir wollen den Bauern zu einer optimalen Lösung verhelfen», sagt er und fährt fort: «Unsere Beratung hat eine lange Tradition und ist auf Nachhaltigkeit ausgelegt. Wir sind täglich mit praktischen Problemen bei der Produktion konfrontiert und suchen mit den Bauern vor Ort nach Lösungen.»
Wenn jemand Beratung in Anspruch nehme, sei dies ein Zeichen von Professionalität. Der Landwirt entscheide als landwirtschaftlicher Unternehmer eigenständig, ob er die Vorschläge des Beraters umsetzen wolle.
Auch spiele die fenaco eine wichtige Rolle als Bindeglied zwischen der Praxis und den Forschungsanstalten, ergänzt Hug. Sehr erwünscht sei auch der Kontakt zu landwirtschaftlichen Schulen, vor allem in Bezug auf Sorten- und Anbautechnik-Versuche.

In Kursen und Tagungen geben die Berater von UFA-Samen, fenaco-Pflanzenschutz, Landor-Pflanzennahrung und des UFA-Beratungsdienstes ihr Wissen weiter. Diese Veranstaltungen, vor allem auch die Flurbegehungen sind teils eigenständig, teils von den regionalen Mitglied-LANDI, teils auch von kantonalen landwirtschaftlichen Weiterbildungszentren organisiert. Dabei scheut man sich auch nicht, einen Blick über die Grenze zu werfen und Experten aus dem Ausland zu Wort kommen zu lassen.

Rundgang
Seitens der landwirtschaftlichen Schulen ist in den letzten Jahren das Interesse an der fenaco-LANDI Gruppe gewachsen. Viele Landwirtschaftsschüler besichtigen in ihrer Ausbildung Verarbeitungsbetriebe der fenaco. So besuchten zum Beispiel die Schüler des Winterkurses des Berufsbildungszentrums Natur und Ernährung (BBZN) Hohenrain im vergangenen Dezember die fenaco-Werke am Standort Sursee.
Ein angehender Landwirt meinte: «Ich habe den Rundgang super gefunden, wir wurden mit offenen Armen empfangen und ausführlich informiert. Es war ein interessanter Vormittag, der wie im Flug vergangen ist und man sieht den Weg von der Annahme des Rohprodukts bis hin zum Endprodukt.» Ein anderer Schüler staunte über die Grösse der fenaco und ein dritter erklärte, ihm sei klar geworden, dass diese Werke ihnen, nämlich den Bauern, gehören.

Partnerschaft
Begleitet wurden die Schüler vom Prorektor des BBZN Hohenrain, Markus Höltschi, welcher erklärte: «Gegenseitig wird man sich der Partnerschaft von Offizialberatung, landwirtschaftlicher Schule und der fenaco-LANDI Gruppe immer mehr bewusst. In der Offizialberatung kümmern wir uns um betriebswirtschaftliche Fragen und strategische Konzepte, wie Betriebsumstellungen, Betrieb und Betriebszweiggemeinschaften und Hofübergaben. Die fenaco mit ihren Tochterunternehmen berät bei produktionstechnischen Aspekten, macht Futter- und Rationenpläne, hilft bei Pflanzenschutz- und Düngungsproblemen. Dafür fehlen uns die Ressourcen. Ich bin öfter auch als Referent an Tagungen der fenaco-LANDI Gruppe eingeladen. Meine Anliegen sind betriebswirtschaftlicher Natur, vor allem ist es das Thema Kostensenken. Da spüre ich, dass wir von der Offizialberatung und die Mitarbeiter der fenaco-LANDI Gruppe im gleichen Boot sitzen, denn wir wollen beide gemeinsam, dass die Bauern wirtschaftlich erfolgreich sind.

Lernen im Alltag
Viele LANDI feiern heute ihr 100-jähriges, manche gar ihr 125-jähriges Jubiläum. Welchen Beitrag die landwirtschaftlichen Genossenschaften punkto Aus- und Weiterbildung der Bauern leisteten, weiss der Leiter des Archivs für Agrargeschichte (AfA) Peter Moser. Er erklärt: «Die Genossenschaften waren entscheidend für die Wissensbildung im bäuerlichen Milieu. Mit der Gründung von Genossenschaften auf der lokalen Eben lernten viele Bauern am praktischen Beispiel, wie man Organisationen gründet, Statuten entwirft und Protokolle führt. Auch realisierten sie, welchen konkreten Nutzen gemeinsame Bestrebungen dem Einzelnen bringen können. Das Genossenschaftswesen ermächtigte die Bauern, sich am politischen, wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Leben zu beteiligen. Lange Jahre gehörte das Fach ‹Landwirtschaftliche Genossenschaften› denn auch zum Lehrplan an den landwirtschaftlichen Schulen. Und nach dem Zweiten Weltkrieg wurden die LANDI für die Bauern zur wichtigsten Vermittlerin von Kenntnissen im Umgang mit Pflanzenschutzmitteln. Die landwirtschaftlichen Genossenschaften waren eines der wichtigsten Bindeglieder zwischen der Industriegesellschaft und der bäuerlichen Landwirtschaft; sie transportierten wissenschaftliche Erkenntnisse und Kenntnisse über das Funktionieren der Marktordnungen ins bäuerliche Milieu und umgekehrt wertvolles bäuerliches Erfahrungswissen in die Gesellschaft. Das alles wissen wir allerdings nur, weil viele bäuerliche Organisationen in den letzten Jahren ihre Archive haben erschliessen lassen», sagt Peter Moser und fügt an, dass noch viel mehr Wissen über die Bedeutung der Genossenschaften allerdings in den noch unerschlossenen Archivbeständen des Genossenschaftswesens verborgen liege.

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Für eine produzierende Schweizer Landwirtschaft