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Innovatives Gasturbinenprojekt

Die Betriebe der fenaco Genossenschaft am Standort Sursee benötigen jährlich rund 24’000 Tonnen Dampf, unter anderem für die Produktion von Futtermittel sowie von Getränken. Bisher wurde diese Dampfproduktion mit Heizöl sichergestellt, künftig soll dafür Erdgas zum Einsatz kommen, was den CO2-Ausstoss stark reduzieren wird. Der Bau der entsprechenden Gasleitung wird durch den Energieversorger «energie wasser luzern» (ewl) realisiert. Ergänzt wird die zu erneuernde Dampfzentrale zudem mit einer Gasturbine zur Stromproduktion. Im Sommer 2017 soll die geplante Anlage mit Gasturbine in Betrieb genommen werden. Damit investiert die fenaco Genossenschaft erneut rund sechs Millionen Franken in nachhaltige Produktionsinfrastrukturen.

Von allen fossilen Energieträgern weist Erdgas den kleinsten Gehalt an Kohlenstoff und den höchsten Anteil an Wasser auf. Mit der neuen Anlage wird der CO2-Ausstoss deshalb jährlich um rund 1300 Tonnen reduziert. Zum Vergleich: Im vergangenen Jahr emittierte die fenaco Genossenschaft rund 37’000 Tonnen CO2. Pro Jahr wird die Gasturbinenanlage 950 Megawattstunden Strom produzieren, was einem Stromverbrauch von rund 200 Einfamilienhäusern entspricht.

Die fenaco Genossenschaft hat sich zum Ziel gesetzt, die Energieeffizienz um jährlich 2% zu steigern und die CO2-Emmissionen bis 2020 um 15% zu reduzieren. Das Gesamtprojekt am Standort Sursee trägt somit wesentlich zur Realisierung der fenaco-Nachhaltigkeitsstrategie bei. Durch die zusätzliche Installation einer Gasturbine weckt es zudem bei verschiedenen Institutionen – wie beispielsweise beim Verein Gas- und Wasserwerke sowie beim Bundesamt für Energie – das Interesse an nachhaltigen Betriebslösungen. Eine Anlage dieser Art und in dieser Grössenordnung wird in der Schweiz zum ersten Mal realisiert.

fenaco Engagement, 7. März 2017 


Foto: ewl energie wasser luzern