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Biologischer Pflanzenschutz aus der Luft

Im Kampf gegen den schädlichen Maiszünsler setzen die Bauern auf die zivile Luftwaffe. Multikopter heisst die kleine Drohne, die über den Feldern punktgenau Eier der nützlichen Schlupfwespe abwirft. 2016 wurden insgesamt 25’000 Hektaren Mais mit Trichogrammen in der Schweiz und im Ausland behandelt, davon allein 11’000 Hektaren mit der innovativen Multikopterausbringung.

Dieses biologische Pflanzenschutzmittel stellt die fenaco mit ihrem Bereich «UFA-Samen Nützlinge» bereit. Dem Landwirt die Ausbringung von Pflanzenschutzmitteln einfach, praktikabel und arbeitssparend zu gestalten, der biologischen Bekämpfungsmethode Vorschub zu leisten sowie einen wirkungsvollen Boden- und Anwenderschutz zu gewährleisten, waren denn auch die Beweggründe der fenaco, die innovative Applikationstechnik mit Multikopter zu entwickeln.

Der wichtigste Maisschädling, der Maiszünsler, wird von Schweizer Landwirten schon seit fast 40 Jahren auf biologische Weise bekämpft. Die Trichogramma-Schlupfwespen vernichten auf dem Feld die Eier des Maiszünslers. In der Trichogramma-Produktion der fenaco werden die Schlupfwespen nun in Optikugeln abgefüllt, die dann per Multikopter ausgeworfen werden. Das speziell für diesen Einsatz konzipierte und patentierte System wird vorher mit den Parzellendaten des Landwirts von den Piloten programmiert. Ohne Beisein des Landwirts führt der speziell geschulte Pilot dann diese Pflanzenschutzmassnahme durch. Was früher in aufwändiger Handarbeit viele Stunden gedauert hat, erledigt der Multikopter nun viel schneller. Er benötigt gerade mal 4 Minuten, um eine Maishektare mit Trichogrammen zu befliegen.

Die fenaco erhält aus ganz Europa Anfragen zu dieser Technik, die auch für weitere Einsatzbereiche im Pflanzenschutz weiter geprüft wird.

fenaco Engagement, 17. Mai 2017